Sonntag, 26. Februar 2017

Südsee-Feeling für einen leckeren Start in den Tag

Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen im Sommer ist Marmelade kochen. Ich bin mit selbst-gekochter Marmelade groß geworden. Meine Mama kocht die unterschiedlichsten Sorten und sie sind alle lecker! Erdbeermarmelade pur, Erdbeere mit Rhabarber, Heidelbeer-Apfel, Pflaumenmus und Aprikosenmarmelade mit Zitronenmelisse sind nur einige Sorten, die bei uns im Vorratsschrank stehen. Im Sommer werdet ihr hin und wieder noch ein Rezept hier lesen können .

Eine Marmelade steht jedoch immer im Winter bei uns auf dem Plan, denn dann gibt es die Früchte immer mal wieder im Supermarkt im Angebot und sie schmecken einfach gut. Es ist unsere Ananas-Mango Marmelade. Ich glaube, die Idee hatte mal meine Tante und seitdem wird sie in unserer Familie immer wieder gern zubereitet.




  


Wundert euch bitte nicht, wenn die Marmelade nicht richtig schnittfest ist, sie ist flüssiger als z.B. Erdbeermarmelade, das liegt einfach an den Früchten.
 
Als ich im Supermarkt mal eine Ananas ausgesucht hatte, fragte mich eine andere Kundin wie man eigentlich erkennen könne, ob die Ananas reif sei. Mir hat mal jemand gesagt, dass man das daran erkennen könne, wenn sich die grünen Blätter leicht herausziehen lassen. Ehrlich gesagt, probiere ich das jetzt gerne und vorsichtig immer und wenn sich das Blatt gut lösen lässt, nehme ich sie. Ansonsten einfach noch ein paar Tage zu Hause liegen lassen und dann noch einmal die Probe machen. Alternativ könnt ihr auch unten am Boden der Ananas riechen. Wenn dort der typische Duft wahrnehmbar ist, ist sie reif. Probiert es einfach aus.




 

Bei den Mangos kaufe ich mittlerweile nur noch genussreife Ware. Ich finde, die schmecken einfach besser. Ansonsten  kann man die unreifen Früchte auch einfach ein paar Tage liegen lassen und wenn sie weicher werden, sind sie reif. Überreife Mangos schmecken übrigens wie Tannenzapfen riechen. Ich hatte als Kind da mal ein Erlebnis im Urlaub, dort haben wir Mangos vom Baum gegessen und ich habe danach Jahre lang keine Mango mehr angerührt.

Solltet ihr noch Reste von den Früchten überbehalten, könnt ihr damit einfach einen Obstsalat machen oder einen leckeren Smoothie zaubern. Mango und Ananas lassen sich gut mit Banane und Kokosmilch kombinieren oder mit Himbeeren, Orangen- oder Mandarinensaft, da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.




 
Ananas und Mango sind reich an Vitamin C und die Ananas enthält außerdem wichtige Mineralien und Spurenelemente wie Calcium, Kalium, Magnesium, Mangan, Phosphor, Eisen, Jod und Zink. Sie ist eine wirkliche Bombe aus allerhand Vitaminen und stärkt das Immunsystem. Außerdem enthält sie Stoffe, die unsere Stimmung positiv beeinflussen können.

Viel Spaß beim Nachkochen der Marmelade und wie immer gilt, bei Fragen gerne eine Email schreiben oder unten einen Kommentar hinterlassen. Ich helfe gern!

Fühlt Euch gedrückt!
Julia

Sonntag, 19. Februar 2017

Eine kleine Frühlingslandschaft für zu Hause



Ich weiß nicht, wie es Euch so geht, aber ich wäre bereit für den Frühling! Ich kann keine Rollkragenpullover mehr sehen, den dicken Wintermantel hat man auch mittlerweile über und ich freu mich einfach auf wärmere Temperaturen, auf der Terrasse in der Sonne zu sitzen und endlich unseren Garten anzulegen. Die vergangene Woche hat uns ja schon einen kleinen Vorgeschmack geliefert.

Aber ich denke, wir müssen noch ein bisschen Geduld haben und ein paar Wochen wird es noch dauern, bis der Frühling richtig da ist. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude und wir können ja schon mal anfangen, uns langsam einzustimmen, z. B. mit frühlingshafter Deko für die Wohnung oder im Haus. Als nächstes ist dann der Kleiderschrank dran, aber dazu demnächst mehr.





Ich mag den Frühling sehr! Die Blumen, das frische Grün an den Bäumen und die Luft, die irgendwie anders riecht.  Momentan bekommt man schon die ersten Frühlingsblüher: Tulpen, Hyazinthen, Narzissen und Perlhyazinthen. Letztere mag ich besonders gern, ob in blau oder weiß, ich finde sie einfach schön! Und damit möchte ich euch heute gerne eine ganz einfache Frühlingsdeko zeigen. Ihr bekommt die Materialien beim Gärtner, im Baumarkt oder ihr findet vielleicht auch brauchbare Zweige o.ä. bei einem Spaziergang, denn momentan werden überall die Bäume geschnitten und manche Zweige lassen sich gut zum Dekorieren verwenden. Also Augen auf beim Spaziergang ;-)


  


Die benötigten Materialien

  • ein großes Dekoglas
  • Moos 
  • etwas Sand oder Sand-Kies-Gemisch
  • Perlhyazinthen (Muscari) in blau oder weiß oder andere Frühlingsblüher wie Hyazinthen, Tulpen oder Narzissen als Topfware
  • ein paare Zweige Heidelbeergrün
  • Zweige vom Weidenkätzchen oder vom Obstbaum
  • eventuell ein paar ausgeblasene Wachteleier o.ä. (z. B. von Depot)  





Die einzelnen Schritte
  • In das Glas unten etwas Sand oder Sand-Kies-Gemisch einfüllen, so dass der Boden gut bedeckt ist.
  • Die Frühlingsblüher aus dem Topf nehmen und eventuell in einzelne Zwiebeln teilen (das mache ich vor allem bei den Narzissen).
  • Die Blumenzwiebeln in die Mitte des Glases setzen und dann rundherum gut mit Moos abdecken.
  • Zuletzt die „kleine Frühlingslandschaft“ mit Obstbaumzweigen, Heidelbeergrün oder ähnlichem dekorieren.
  • Eventuell das ganze etwas wässern;  auch in den nächsten Tagen immer leicht feucht halten.













Kauft am besten Frühlingsblüher, die noch nicht blühen. Bei Raumtemperatur in der Wohnung wachsen sie sehr schnell und nach ein paar Tagen blüht dann alles herrlich. 


Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachmachen und bei Fragen einfach eine kurze Email schicken! Ich helfe gerne!



Fühlt Euch gedrückt!

Julia

Sonntag, 12. Februar 2017

Bilderbücher für Erwachsene randvoll mit Leckereien...



Wie Ihr eventuell vermuten könnt, halte ich mich gerne in unserer Küche auf und koche oder backe gerne etwas. Manchmal habe ich Ruhe und Muße und kann Stunden lang vor mich hin werkeln. An anderen Tagen muss es schnell gehen. Festgelegt auf eine besondere Küche bin ich nicht. Wir mögen italienisches Essen genauso gerne wie Sushi, Orientalisches oder auch mal deftige deutsche Hausmannskost. Ich finde, die Mischung macht es und es ist einfach spannend, neue Dinge auszuprobieren.


Manche Rezepte haben bei uns eine lange Familientradition, andere finde ich im Internet bei Chefkoch, Pinterest oder bei unterschiedlichen Blogs, die ich gerne lese. Es gibt ja eine ganze Fülle, wo man fündig werden kann.





 


Neben der digitalen Welt, die ich sehr schätze, besitze ich aber auch eine „kleine“ Sammlung an Kochbüchern, in denen ich immer wieder gerne blättere und aus denen ich gerne Rezepte ausprobiere. Kochbücher sind für mich Bilderbücher für Erwachsene ;-) Manche sind so schön illustriert und gestaltet, dass ich sie mir immer wieder anschaue und sie mich einfach glücklich machen. Darum möchte ich heute gerne ein paar meiner Lieblingsexemplare kurz vorstellen. Es ist ein buntes Sammelsurium, vielleicht ist ja etwas für Euch dabei:






Jamies 15 min Küche von Jamie Oliver

Das mit den 15 min ist so eine Sache, ich bin schon, glaube ich, recht routiniert in der Küche und kann auch vieles parallel machen, aber die Rezepte, die ich aus dem Buch schon gemacht habe, schaffe ich nicht in 15 min. Ist aber auch gar nicht schlimm, denn dann dauert es eben eine halbe Stunde. Auf jeden Fall mag ich die Küche von Jamie Oliver sehr. Es werden immer alle Geschmacksknospen angesprochen und die Gerichte sind einfach zubereitet. Legendär ist seine Paprika-Tomaten Suppe. Wir habe sie das erste Mal bei sehr guten Freunden gegessen und ich habe danach eine gewisse Sucht entwickelt. Die Suppe gibt es seitdem bei uns immer wieder. Sehr lecker sind auch die Tacos mit Schweinebauch, einem Mus aus Bohnen und Salat mit Apfel und Avocado. Sie schmecken fantastisch. Das Buch ist sehr schön gestaltet und die Fotos machen Lust aufs Ausprobieren.







Grüne Küche auf Reisen von David Frenkiel und Luise Vindahl

Ein wunderschönes Buch, auch nur zum Angucken! Es sind nicht nur Rezepte und wunderschöne Fotos von den Gerichten abgedruckt, sondern auch kleine Geschichten von ihren Reiseerlebnissen, Tipps für den Urlaub mit kleinen Kindern und tolle Aufnahmen von ihren unterschiedlichen Reisezielen. Die beiden Autoren sind ein Paar und regelrechte Blogger-Stars. Ihr Blog heißt greenkitchenstories. Die Rezepte sind vegetarisch, teilweise vegan und glutenfrei und stellen eine Sammlung ihrer Lieblingsrezepte aus der ganzen Welt dar. Ausprobiert habe ich schon Sri-Lankischer Passionsfrucht-Avocado-Smoothie,  Wildbeeren Tarte,  Chia-Erdbeer-Pudding. Alles sehr lecker, gesund und wunderschön anzusehen. Absolut empfehlenswert.








What Katie ate at the Weekend von Katie Quinn Davies

Das Buch enthält das wohl weltbeste Rezept für Pizza Hawaii. Jaaaa, ihr denkt jetzt, ist doch ganz einfach, Teig, Tomatensauce, gekochter Schinken, Ananas. Aber ich sage Euch, es geht 1000 Mal besser. Katie kocht eine Barbecue Sauce für die Pizza, die wirklich mega lecker ist. Belegt wird die Pizza dann noch mit geräuchertem Schinken, wir nehmen meist Schwarzwälder Schinken und dann macht man noch eine Ananas-Salsa, mit Zwiebeln, Chili, Koriander und Minze. Das Rezept steht ganz weit oben auf unserer Lieblingsrezept-Liste. Die Autorin ist weltberühmte Foodbloggerin und das Buch wunderschön im Vintage Stil gestaltet . Es macht einfach nur Spaß, darin zu blättern, und man findet eigentlich für jeden Anlass ein passendes Rezept.






schnell, frisch, einfach: 160 schnelle  Rezepte, frische Aromen und einfache Gerichte für jeden Tag von Donna Hay

Die Autorin kommt aus Australien und hat schon eine ganze Reihe an Kochbüchern auf den Markt gebracht. Die Gerichte sind einfach und schnell zubereitet, ideal wenn es mal schnell gehen soll. Ihr braucht keine lange Vorbereitungszeit und auch keine ellenlange Liste an Zutaten. Ich finde das Buch auch sehr schön gestaltet, es ist das totale Gegenteil zu „What Katie ate at the Weekend“, es ist eher modern, stylisch und clean gehalten. Die Fotos sind eher puristisch, aber sehr schön anzusehen. Total lecker ist das einfache Schokofondant mit flüssigem Kern! Könnten wir eigentlich mal wieder machen….








Vegan for Fun von Attila Hildmann

Ja, auch ich besitze ein veganes Kochbuch und finde, es sind sehr gute Rezepte darin enthalten, die ich nicht mehr missen möchte. Da ich, aufgrund einer Unverträglichkeit, keine Molkereiprodukte vertrage (also keine Milch, Sahne, Quark, Joghurt etc.) und Eier auch nur in Maßen für mich möglich sind, stöber ich ganz gerne mal in der veganen Küche nach Ideen, denn ich möchte ja auch nicht auf so leckere Sachen wie Crème Brûlée oder Mousse au Chocolat verzichten. Und die Rezepte von Attila Hildmann sind einfach total lecker und dazu auch noch gesund! Sehr empfehlenswert sind auch die Gemüse-Pizza, dort wird der Käse durch geröstete Pinienkerne ersetzt, die mit Meersalz „gemahlen“ werden, und die Kartoffel-Ravioli. Mega lecker! Man kann auf tierische Produkte verzichten und trotzdem richtig lecker essen!







Und wo findet Ihr Eure Rezepte? Eher in Büchern, online oder sind es sogar Eigenkreationen? Freue mich über Eure Empfehlungen in den Kommentaren! Kochbücher kann man NIE genug haben, NIE!  Das ist wie mit den Schuhen, das sind auch Rudeltiere ;-)


Fühlt Euch gedrückt!

Julia

Sonntag, 5. Februar 2017

Länger satt & glücklich... und ein leckeres Brötchenrezept



Jeder von uns liebt, glaube ich, frische Brötchen zum Frühstück. Vor allem am Wochenende gehören sie für uns dazu. Man hat mehr Zeit zum Frühstücken als unter der Woche und startet in Ruhe und mit leckeren Sachen in den Tag. Brötchen, Saft, Rührei mit Bacon, Obstsalat… mmmmh lecker!
 
Ich merke leider immer wieder, dass ich von den Brötchen vom Bäcker nicht lange satt bin. Vor allem weiße Brötchen rauschen bei mir so durch und ich habe nach 2 Stunden wieder Hunger und brauche etwas zu essen. 

Meine Mutter backt schon lange immer wieder selber Brötchen. Manche eignen sich sehr gut zum Frühstück, andere verzehren wir besonders gerne zum Abendbrot. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, sie schmecken wie vom Bäcker und sind auch so knusprig. Das sind sie „leider“ nicht, aber der Vorteil: Die Brötchen werden meist aus Vollkornmehl gebacken, machen lange satt und sie schmecken viel intensiver und kräftiger als die handelsüblichen Brötchen. Noch dazu kommen sie ohne irgendwelche Zusatzstoffe aus, die die Industrie aus unterschiedlichen Gründen leider mit untermischt. Nicht zuletzt, weil wir als Endverbraucher ein bestimmtes Brötchen erwarten: außen schön knusprig und innen weich. 





Neulich war es dann wieder so weit und meine Mutter und ich habe eines unserer Lieblingsrezepte gebacken „Mehrkornbrötchen“. Das Grundrezept haben wir mal bei Chefkoch entdeckt, es aber mittlerweile immer mal wieder etwas abgewandelt. Das Rezept ist sehr einfach und die Zubereitung dauert nicht lange. Wir essen die Brötchen gerne zum Abendbrot, sie eignen sich aber natürlich auch zum Frühstück, allerdings vielleicht eher zu einem herzhaften Frühstück.










Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Weißmehl und Vollkornmehl?  Weißmehl kennen wir alle in Form von Weizenmehl, das jeder vom Kuchen oder Pizza backen kennt. Früher galt Weißmehl mal als Zeichen von Reichtum. Nur wohlhabende Menschen konnten sich das „reine, weiße“ Mehl leisten. Im Supermarktregal findet ihr als Standardmehl „Weizenmehl Typ 405“. Die Zahl 405 sagt dabei nichts über den Grad des Mahlens aus, sondern etwas über den Mineralstoffgehalt des Mehls. Beim Weißmehl Typ 405 werden hauptsächlich die Mehlkörner des Korns gemahlen. Schale und Keimling werden zuvor getrennt.  Dadurch ist es so schön weiß. Leider ist dadurch auch der Gehalt an Mineralstoffen sehr niedrig. Wenn man 100g Mehl verbrennt, bleiben 405mg an Asche übrig und diese besteht zu fast 100% aus Mineralstoffen. Daher kommt die Typbezeichnung 405. Weißmehl besteht zu 70% aus Stärke, die restlichen 30% bestehen hauptsächlich aus Wasser und einer geringen Menge an Proteinen. Weißmehl enthält also kaum Nähr- und Ballaststoffe und macht aus diesem Grund auch nicht lange satt. In der Ernährungsmedizin gilt weißes Mehl sogar als Dickmacher.




Eine bessere Alternative sind Vollkornmehle. Sie enthalten ca. das Vierfache an Mineralstoffen. Das Mehl wird aus dem vollem Korn gemahlen und enthält neben dem Mehlkörper, auch den Keimling und die Schale vom Korn. Dadurch ist es reich an Ballaststoffen. Die enthaltende Stärke wird viel langsamer zu Glukose abgebaut als beim Weißmehl und dadurch steigt der Blutzuckerspiegel langsamer an und man fühlt sich nach dem Verzehr eines Vollkornbrötchens länger satt als nach einem normalen, weißen Brötchen. Probiert es doch einfach mal aus, vielleicht schmeckt es Euch ja auch so gut wie uns.

Fühlt Euch gedrückt!
Julia